Prüflauf eines Treibradsatzes mit Fahrmotor und Hohlwellenantrieb

Prüfung der Einheit aus Fahrmotor, Getriebe, Keilpaketkupplung und Hohlwelle unter Last

Ein Teil der Triebzüge der Baureihe Stadler GTW DMU verfügt über TSA Fahrmotoren (Typ TMF 59-33-4), Voith Getriebe und Hohlwellenantriebe mit Keilpaketkupplung. Diese Konstruktion ermöglicht eine vollständige Abfederung von Motor und Getriebe über den Drehgestellrahmen, wodurch bei höheren Geschwindigkeiten Fahrgeräusche und -vibrationen reduziert und der Oberbau sowie die Gleise geschont werden. 

Um einen derartigen Treibradsatz unter Last zu prüfen, haben wir an unserem Standort in Krefeld eine spezielle Versuchsvorrichtung aufgebaut. Diese erlaubt es, den Fahrmotor mit wechselnder Leistung zu testen und gleichzeitig am Radsatz eine variable Last zu simulieren. 

Ziel der Prüfung war eine Analyse der Wärmeentwicklung an den Lagern und im Getriebe sowie auftretender Kriechströme. 

Versuchsaufbau Treibradsatz eines Nahverkehrzuges Typ Stadler GTW DMU auf einem Prüfstand in einer Werkstatt, montiert auf hölzernen und stählernen Stützlöcken und rechts mit einer roten Antriebskupplung verbunden.

Versuchsaufbau Treibradsatz eines Nahverkehrzuges Typ Stadler GTW DMU 

Geöffneter Blick in das Voith-Getriebegehäuse mit den ineinandergreifenden Schrägzahnrädern und deren glänzenden, polierten Metallzähnen.

Blick ins Getriebe von Voith 

Triebradsatz eines Stadler GTW Zuges auf einem Prüfstand mit sichtbarem Fahrmotor (geöffneter Klemmkasten), Voith-Getriebe und Hohlwelle zwischen den beiden Eisenbahnrädern.

Die Prüfung von Fahrmotoren und Getrieben unter realistischen Bedingungen kann bei wiederauftretenden ungeklärten Schadensbildern, zum Beispiel an Lagern oder der Steuerung, wichtige Aufschlüsse für einen störungsfreien Weiterbetrieb geben.